Corona kann alle treffen: Arbeiter, Angestellte, Führungskräfte, Unternehmer und Manager genauso wie Lehrer, Erzieher, Schüler und Kinder in der Kita. Und egal, wie viele Corona-Gegner auf die Straße gehen und demonstrieren: Kein gläubiger Mensch, egal welcher Religion, kann sicher sein, dass ihm das Virus nichts anhaben wird. Wir alle leben aktuell mit dem Risiko einer körperlichen Infektion.

Unseren Geist, unser Denken und unser gesellschaftliches Miteinander hat das Virus jedoch schon längst infiziert.

 Wie reagieren wir darauf? Die einen reagieren mit Rückzug und igeln sich vor lauter Angst und Selbstmitleid zu Hause ein und geben sich ihren negativen Gedanken und Gefühlen hin. Das hilft einem weder persönlich weiter und auch dem Umfeld ist damit wenig gedient. Die anderen versuchen, so gut es geht weiterzumachen und sich und die anderen zu schützen. Diese sind guter Dinge, dass das Leben weitergeht und sie es schaffen. Entscheidend ist also der Standpunkt, mit dem wir auf die Situation blicken. Wir werden definitiv in den nächsten Monaten, wenn nicht sogar in den nächsten Jahren, mit diesem Virus und seinen mutierenden Brüdern und Schwestern leben müssen.

Bei Angst und/oder Furcht haben wir drei Möglichkeiten, die von unserem Limbischen System gesteuert werden:

  • Wir bleiben starr, beharren in der Position in der wir uns gerade befinden
  • Wir laufen weg, bewegen uns, um der Angst zu entfliehen
  • Wir kämpfen, um den Gegner zu besiegen.

Bewegen und kämpfen sind die einzigen Chancen, um etwas zu erreichen. Dieser Prozess kann auch in unserem Denken stattfinden, denn auch wenn ich aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben muss, kann ich optimistisch in die Zukunft blicken und mit Menschen in Kontakt bleiben und mich solidarisch zeigen.

Ich habe das in der Grafik in konzentrischen Kreisen dargestellt: Bewegen wir uns von der Angstzone heraus in die Lernzone, öffnen sich unsere Gedanken und unsere Gefühle. Ein neuer Standpunkt wird eingenommen. Er beschäftigt sich mit meiner inneren Welt und geht erste Schritte in Richtung Solidarität. Schon der Schritt in die Lernzone ist ein großer Schritt und bedeutet Mut und Willenskraft.

Nach Durchlaufen dieser ersten positiven, emotionalen Ansätze bewegen wir uns auf die Wachstumszone zu. In der nun folgenden Wachstumszone richtet sich mein Denken, Fühlen und Handeln aus meiner eigenen Mitte auf die Gemeinschaft, auf andere aus, die meine Hilfe brauchen.

Doch wann und wie fange ich damit an, meine Haltung zu ändern?

Unterstützend hierbei kann das „SWITCH“ Prinzip sein, das ich entwickelt habe, um Veränderungen anzustoßen. Es gibt Einblicke in die eigene Persönlichkeit, in die Selbst- und Fremdwahrnehmung und spiegelt meine Haltung wider. Mehr Informationen zu diesem Prinzip finden Sie hier in meinem Buch.

Existenzen werden bedroht und so manches Geschäft und Unternehmen wird seine Pforten schließen müssen. Aber können wir nicht wie Phönix aus der Asche auferstehen? Es liegt an uns, an jedem einzelnen, was wir aus der jetzigen Situation am Ende gemacht haben werden. Verspielen wir diese Chance nicht!

 

Diese Grafik ist keine Pille, die man schlucken kann und alle unangenehmen Symptome verschwinden. Aber sie zeigt eine Möglichkeit auf, in welche Richtung sich jeder entwickeln kann. Nicht umsonst hat der Pfeil jedoch zwei Spitzen, denn es kann sein, dass man die Zonen mehrmals durchlaufen muss. Häufig sind für Rückschritte äußere und innerliche Einflüsse entscheidend. Aber wichtig ist, dass Sie erkennen, dass Sie es in der Hand haben, in welcher Zone Sie sich gerade befinden.

Wulf-Hinnerk Vauk
Business Diplomat